Sie kennen das Problem: Draußen scheint die Sonne, doch Ihre Gastherme zickt herum – die Flamme zündet kurz, erlischt dann wieder und lässt Sie mit kaltem Wasser oder gar keiner Warmwasserversorgung zurück. Gerade im Sommer tritt dieses Phänomen bei vielen Gasthermen und Kombithermen gehäuft auf. Doch woran liegt das?
Die Antwort ist oft simpler, als Sie denken. In den warmen Monaten verändert sich das Betriebsverhalten Ihrer Therme grundlegend. Während sie im Winter im Dauerbetrieb läuft, um die Heizung zu versorgen, ist sie im Sommer ausschließlich für die Warmwasserbereitung zuständig. Genau dieser Wechsel ist die Hauptursache für die Probleme.
Die häufigste und harmloseste Ursache: Ihre Therme funktioniert völlig normal. Im Sommer heizt die Gastherme das Wasser im Speicher auf die eingestellte Temperatur (meist 40–60 °C) auf und schaltet dann die Gasflamme ab. Sobald die Temperatur leicht fällt, zündet sie erneut kurz nach. Dieses ständige Ein- und Ausschalten ist kein Defekt, sondern Teil des normalen Betriebs.
Eine der häufigsten technischen Ursachen ist eine verschlissene oder verschmutzte Zündelektrode. Diese ist für die Zündung des Gases verantwortlich. Wenn sie verkalkt, verrußt oder einfach altersschwach ist, entsteht kein ausreichender Zündfunke mehr. Die Therme versucht mehrmals zu zünden, gibt dann auf und schaltet sich ab.
Typische Anzeichen:
Das Thermoelement ist ein zentrales Sicherheitsbauteil. Es sitzt in der Zündflamme und überwacht, ob diese tatsächlich brennt. Wenn das Thermoelement defekt ist, erkennt die Steuerung fälschlicherweise “Flamme erloschen” und unterbricht die Gaszufuhr – auch wenn die Flamme eigentlich noch brennt.
Moderne Gasthermen benötigen für eine saubere Verbrennung ausreichend Verbrennungsluft. Im Sommer kann es vorkommen, dass:
Wenn die Therme zu wenig Sauerstoff bekommt, erlischt die Flamme – ein Schutzmechanismus, um eine gefährliche Verkokung oder Rußbildung zu verhindern.
Wenn der Wasserdruck im Heizkreislauf zu niedrig ist (unter 1,0 bar), schaltet die Therme aus Sicherheitsgründen ab. Auch Luft im System kann dazu führen, dass die Pumpe nicht mehr richtig fördert und die Therme überhitzt – der Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB) schaltet dann die Gasflamme ab.
Im Winter läuft die Therme oft stunden- oder tagelang durch, um die Heizkörper zu versorgen. Dabei bleibt die Flamme stabil und die einzelnen Komponenten bleiben “in Übung”. Im Sommer hingegen:
Bevor Sie den Notdienst rufen, können Sie einige einfache Checks durchführen:
Wenn die oben genannten einfachen Maßnahmen nicht helfen oder Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken, ist sofortiger Handlungsbedarf gegeben:
Unser Thermen-Notdienst ist rund um die Uhr für Sie da – auch im Sommer, an Wochenenden und Feiertagen. Wir:
🔧 24h Notruf:
➡️ Zur Thermenwartung in Wien
➡️ Zum Heizungs-Notdienst Wien
Die beste Lösung ist regelmäßige Wartung. Eine jährliche Inspektion vor der Heizperiode (August bis Oktober) stellt sicher, dass:
Vorteile einer regelmäßigen Wartung:
Im Sommer läuft die Therme nur für die Warmwasserbereitung. Das ständige Ein- und Ausschalten belastet Zündeinheit und Thermoelement. Häufige Ursachen sind eine defekte Zündelektrode, ein verschlissenes Thermoelement, eine gestörte Luftzufuhr oder zu niedriger Wasserdruck.
Ja, Sie können die Therme im Sommer ausschalten, wenn Sie kein Warmwasser benötigen (z.B. bei längerer Abwesenheit). Schalten Sie sie aber nicht komplett vom Stromnetz, sondern stellen Sie den Modus auf “Sommerbetrieb” oder “Nur Warmwasser”. So bleibt die Frostschutzfunktion aktiv und die Pumpe blockiert nicht.
Der Fehlercode F28 bedeutet, dass die Flamme während des Betriebs erloschen ist und die nachfolgenden fünf Zündversuche fehlgeschlagen sind. Ursachen können eine unterbrochene Gaszufuhr, Luft im System, eine defekte Zündelektrode oder ein fehlerhaftes Thermoelement sein. Nach einem manuellen Reset (Entstörknopf ca. 1 Sekunde drücken) können Sie es erneut versuchen. Bleibt der Fehler, rufen Sie den Fachbetrieb.
Typische Anzeichen sind: Die Therme zündet mehrfach hintereinander, aber die Flamme zündet nicht oder erlischt sofort wieder. Es sind klickende Geräusche zu hören, aber es entsteht keine Flamme. Die Therme schaltet sich nach mehreren erfolglosen Zündversuchen ab und zeigt einen Fehlercode an.
Die Materialkosten für eine Zündelektrode liegen bei etwa 60 € zzgl. Arbeitszeit. Der Austausch sollte nur durch einen Fachbetrieb erfolgen. Die Gesamtkosten inklusive Anfahrt und Arbeitszeit liegen meist zwischen 150 und 300 €.
Die Materialkosten für eine Gasarmatur liegen bei etwa 300–400 € zzgl. Arbeitszeit. Der Austausch ist ein komplexer Eingriff und darf nur von einem konzessionierten Gasinstallateur durchgeführt werden.
Wenn Sie Gasgeruch wahrnehmen, während die Therme ausgeht, kann dies auf eine undichte Gasleitung, eine defekte Gasarmatur oder eine unvollständige Verbrennung hinweisen. Öffnen Sie sofort Fenster und Türen, betätigen Sie keine elektrischen Schalter und rufen Sie umgehend den Notdienst. Gasgeruch ist immer ein ernster Notfall!
Ja, bei älteren Thermen mit offener Zündflamme kann Zugluft oder starker Wind die Flamme ausblasen. Auch wenn das Abgasrohr zu kurz ist oder falsch verlegt wurde, können Windverhältnisse die Abgasführung beeinträchtigen und die Flamme ersticken. Moderne Geräte mit geschlossenem Brennraum sind weniger anfällig dafür.
Der optimale Wasserdruck liegt zwischen 1,0 und 2,0 bar. Bei einem Druck unter 1,0 bar schaltet die Therme aus Sicherheitsgründen ab. Prüfen Sie das Manometer regelmäßig und füllen Sie bei Bedarf Wasser nach (über den Füllhahn am Heizkreislauf).
Das ständige Ein- und Ausschalten (Takten) ist im Sommer normal, wenn die Therme nur für die Warmwasserbereitung zuständig ist. Sobald das Wasser die eingestellte Temperatur erreicht hat, schaltet die Flamme ab und zündet erst wieder, wenn die Temperatur leicht fällt. Wenn das Takten sehr häufig ist, kann die Warmwassertemperatur zu niedrig eingestellt sein.
Ja, eine verschmutzte oder verstopfte Brennerdüse kann die Gaszufuhr beeinträchtigen. Die Flamme wird dann entweder zu klein oder erlischt ganz. Die Düse sollte bei der jährlichen Wartung gereinigt werden.
Das Thermoelement ist ein Sicherheitsbauteil, das die Zündflamme überwacht. Es sitzt direkt in der Flamme und erzeugt bei Hitze eine kleine elektrische Spannung, die das Gasventil offen hält. Wenn die Flamme erlischt, kühlt das Thermoelement ab, das Gasventil schließt und die Gaszufuhr wird unterbrochen. Ein defektes Thermoelement führt dazu, dass die Gaszufuhr auch bei brennender Flamme unterbrochen wird.
Experten empfehlen eine jährliche Wartung, optimal vor der Heizperiode (August bis Oktober). Bei älteren Geräten (über 10 Jahre) kann eine zweite Wartung pro Jahr sinnvoll sein. Die Wartung umfasst die Reinigung von Brenner und Wärmetauscher, die Überprüfung der Elektroden und die Einstellung der Gas-Luft-Mischung.
Die Kosten für eine Thermenwartung in Wien liegen im Durchschnitt bei 120–200 € inklusive Anfahrt und Mehrwertsteuer. Die Kosten setzen sich zusammen aus Anfahrtspauschale (30–50 €), Arbeitszeit (45–90 Minuten) und Stundensatz (80–150 € netto). Ersatzteile wie Dichtungen oder Zündelektroden kosten zusätzlich etwa 10–50 €. Mit einem Wartungsvertrag erhalten Sie vergünstigte Konditionen.
Bei älteren Thermen mit Zündflamme können Sie versuchen, die Zündflamme manuell neu zu zünden: Regler auf “Start” stellen, Überbrückungsknopf drücken (Gas einströmen hören) und gleichzeitig den Zünder betätigen. Bei modernen Geräten drücken Sie den Reset-Knopf (Entstörknopf) für ca. 1 Sekunde. Wenn die Therme nach drei Versuchen nicht zündet, rufen Sie den Fachbetrieb.
Wenn die Therme beim Öffnen des Warmwasserhahns ausgeht, kann dies auf einen defekten Durchflusssensor, eine verschmutzte Zündelektrode oder eine unzureichende Gaszufuhr hinweisen. Die Therme versucht zu zünden, erkennt aber keine stabile Flamme und schaltet ab. Lassen Sie die Ursache von einem Fachbetrieb prüfen.
Ja, wenn die Heizungspumpe defekt ist oder blockiert, zirkuliert das Wasser nicht mehr richtig. Die Therme überhitzt und der Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB) schaltet die Gasflamme ab. Auch im Sommer, wenn nur Warmwasser bereitet wird, kann eine blockierte Pumpe Probleme verursachen.
Eine Gastherme (Kombitherme) heizt sowohl das Heizungswasser als auch das Warmwasser auf. Ein Gas-Durchlauferhitzer erhitzt das Wasser nur bei Bedarf, während es durchfließt – er hat keinen Speicher und keine Heizungsfunktion. Die Probleme mit dem Erlöschen der Flamme treten bei beiden Gerätetypen ähnlich auf, bei der Therme jedoch häufiger im Sommer aufgrund des Taktenbetriebs.
Ja, Sie können die Warmwassertemperatur im Sommer auf etwa 40–45 °C einstellen. Das spart Energie und reduziert das Takten der Therme. Achten Sie aber darauf, dass die Temperatur nicht unter 35 °C fällt, da sonst das Risiko von Legionellen-Bakterien im Speicher steigt. Einmal pro Woche sollte die Therme auf mindestens 60 °C aufgeheizt werden (Legionellenschaltung).
Moderne Gasthermen haben oft einen Sauerstoffsensor (Lambda-Sonde), der den Sauerstoffgehalt im Abgas misst und die Verbrennung optimiert. Wenn die Therme zu wenig Sauerstoff bekommt (z.B. bei geschlossenen Fenstern), schaltet sie ab. Ein Sauerstoffsensor ist meist im Bereich des Brenners verbaut und als kleines Bauteil mit Kabelanschluss erkennbar.
Die Therme als fest installiertes Heizgerät gehört zur Gebäudesubstanz und ist daher in der Regel Sache des Vermieters. Defekte an der Therme selbst, der Gasleitung oder der Steuerung werden vom Vermieter getragen. Wartungskosten sind jedoch meist über die Betriebskosten abgerechnet. Bei selbstverschuldeten Schäden (z.B. unsachgemäße Bedienung) kann der Mieter haftbar gemacht werden.
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